Neue Perspektiven für Rohstoffprojekte in Kasachstan:
Am 28. Januar 2026 fand in der Botschaft der Republik Kasachstan in Berlin der Runde Tisch „Neue Rohstoffprojekte in Kasachstan – zeitnah, realistisch, finanzierbar“ statt. Ziel der Veranstaltung war es, das rohstoffwirtschaftliche Potenzial Kasachstans zu beleuchten und konkrete Perspektiven für deutsch-kasachische Kooperationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu diskutieren. S. E. Nurlan Onzhanov, Botschafter der Republik Kasachstan, eröffnete die Veranstaltung mit einer Begrüßung und einer Einführung in die Thematik. In seinem Beitrag hob er die strategische Bedeutung Kasachstans als Rohstoffpartner Europas hervor und betonte die Notwendigkeit verlässlicher internationaler Partnerschaften im Zuge globaler Umbrüche.
Im ersten Panel, moderiert von Dr. Tilo Klinner, stand das Rohstoffpotenzial Kasachstans im Mittelpunkt. Vertreter zentraler kasachischer Institutionen sowie der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) diskutierten geologische Potenziale, technologische Entwicklungen und strategische Planungen im Rohstoffsektor. Darauf aufbauend folgte eine interaktive Diskussionsrunde unter der Moderation von Dr. Martin Wedig (FAB), die sich den Chancen und Voraussetzungen für deutsch-kasachische Projekte widmete. Unternehmensvertreter und Investitionsförderer erörterten, welche Rahmenbedingungen, Partnerschaftsmodelle und politischen Unterstützungsmaßnahmen erforderlich sind, um Projekte erfolgreich umzusetzen.
Nach einer Kaffeepause sprach Prof. Dr. Klaus Mangold in einem Impulsvortrag über den tiefgreifenden Wandel der globalen Rohstoffindustrie. Unter dem Titel „Die Rohstoffindustrie im Umbruch: 15 Minuten vor 12“ ordnete er aktuelle geopolitische, wirtschaftliche und industriepolitische Entwicklungen ein. Den inhaltlichen Abschluss bildete ein Panel zum Thema Finanzierung, moderiert von Peter Tils. Vertreter von Geschäftsbanken, Förderinstituten und Beratungsunternehmen diskutierten Finanzierungsinstrumente, Absicherungsmechanismen sowie typische „Deal-Maker“ und „Dealbreaker“ bei Rohstoffprojekten.
Die Veranstaltung endete mit einer Schlussrede von Botschafter Nurlan Onzhanov, der die Bedeutung des Dialogs zwischen Politik, Wirtschaft und Finanzinstitutionen hervorhob. Im anschließenden Stehempfang nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit für bilaterale Gespräche und vertiefenden Austausch.
Des Weiteren wurde ein Interview mit Herrn Dr. Peter Buchholz (DERA) und Dr. Martin Wedig (FAB) geführt und im kasachischen TV ausgestrahlt.

